Schwarzer Schmetterling

Schwarzer Schmetterling flieg zu mir

Flieg auf meine weiße Haut.

Trinke aus meiner Wunde und lecke meine Seele aus.

Frage nicht nach mehr.

Du wirst es bekommen.

Setz dich auf meinen Arm

Doch gib acht, du könntest der Nächste sein

der das Messer in seinem Körper spürt.

Ernähr dich von meinem rohen Fleisch.

Beiße tief hinein es schmeckt gut.

Es ist frisch. Es ist sauber.

Der Mond wird dir den Weg zu meinem Inneren zeigen.

Friss dir dunkle Wege die dich zu meinem Herzen führen.

Hörst du es klopfen?

Es klopf  um dir zu sagen, dass ich noch lebe.

Noch lebe ich.

Zehre von mir und meiner Angst.

Genieße den Anblick des Saftes der in mir fließt.

Schwimme im Blutsee, fliege durch Kammern in meinem Hirn.

Trage meine Sinne fort.

Lass mich deine Flügel spüren

Scharf wie Klingen berühren sie die Wände.

Reißen von innen tiefe Wunden.

Lass mich bluten.

Gleite mit einer Welle hinaus.

Finde deine Freiheit in den Welten der Unendlichkeit.

Lass mich liegen und komme wieder wann immer du willst.

Ich werde da sein und deine Gelüste stillen.

Wenn du dürstest – trink!

Wenn du hungerst – friss!

Doch lass mich nicht unnütz verwesen.