Zum Leiden verurteilt

Sitzend auf der Anklagebank.
Grelle Lampen brennen in meinen Augen.
Harte Worte treffen mich.
Schuldig!
Schuldig gesprochen.
Zum Leiden verurteilt.
Tränen überfluten den Raum.
Draußen Gewitter.
Blitze peitschen auf den Boden.
Donner so laut wie Bomben im Krieg.
In meinem Kopf nur:
Schuld!
Schuldig gesprochen.
Zum Leiden verurteilt.
Nennt man diese Worte Gerechtigkeit?
Wer bestimmt über mich?
Schuldig oder nicht schuldig?!
Eine Entscheidung die ich nicht treffen kann.
Ein Fremder urteilt über meiner Selbst.
Er hört meine Geschichte.
Hört meine Hilfeschreie.
Der Richter hat kein Herz,
hat keine Gefühle.
Spricht mich schuldig.
Schuldig für das, was ich getan hab.
habe ich diese Strafe verdient?
Ewiges Leiden!?
Die Bank der Anklage ist kalt.
Die Kälte berührt meine Seele.
Meine Seele vereist.
Spüre Hass.
Hass gegen mich.
Der Richter hat nur das Recht vertreten.
Ich habe nicht verdient glücklich zu sein.
Ein glückliches Leben für eine Schuldige?!
Ein glückliches Leben für mich?!
Nein, das gibt es nicht.
Ich habe leiden müssen.
Werde es weiterhin.
Weiterhin in meinem Körper.
Bis der Tod mich befreit.
Bis er meine Seele leben und lieben läßt.
In dieser Welt bin ich schuldig.
Schuldig gesprochen.
Zum Leiden verurteilt.