Meine Bilder aus der Klinik
Die Bilder habe ich mit der Webcam geknipst, also nicht so gute Qualität wie eingescannt. Sie waren zu groß für den Scanner.
...dieses sind gemalte Bilder von mir, die ich bei meinem Klinikaufenthalt gemacht habe. Ich habe Wachsmalstifte benutzt, deshalb nicht so feine Striche. Einige Bilder entstanden bei der Maltherapie. Es hat geholfen darüber zu malen und zu sprechen. Neben den Bilder schreibe ich jeweils einen Text dazu, da man nicht alles so gut erkennen kann... sie sind alle nicht schön, aber selten... Der Sinn des Malens war, sich mit den Gedanken und Gefühlen auseinanderzusetzen.

 

Mein Tod Dieses Bild habe ich einen Abend im Raucherraum gemalt. Es soll eine Kirche darstellen, in der ein Sarg steht. Dieses ist mein Sarg, und deswegen auch das blutende Kreuz. In vielen meiner Bildern kommt Blut vor, denn das war mein Leben.
Dicke Träne in meinen Augen Augen konnte ich noch nie gut zeichnen. Hmm.. aber die Aussage des Bildes ist viel wichtiger, als das Bild selber. Tja... Aussage. Was sagt es denn aus?! Meinen Wunsch einmal rote Tränen zu weinen?! Oder einfach das Blut, was jeden Tag floss?!
RIP R.I.P .... mehr denke ich brauche ich zu diesem Bild nicht sagen. Mein Wunschtraum.
Dunkle Gestalt Eine dunkle Gestalt vor meinem Fenster... sie will mich holen, will mich packen, will mich verschleppen.... Hat sie es nicht auf eine Art und Weise schon getan?! Who knows...
Don´t laugh!!! Das soll ich sein. Der Mund mit einem Reißverschluss geschlossen. In der Gruppentherapie habe ich wenig gesagt, und dafür habe ich mich verachtet.
*A* und ich Ein Bild aus der 2. Maltherapie... Das Blonde bin ich, und der Typ neben mir ist *A*. Er hat mich unter Druck gesetzt, was ich nie wahr haben wollte. Er hat Dinge von mir verlangt, die ich ihm schicken sollte. ich habe einiges getan, weil er wie ich war. Aber ich bereue es. Als ich über das Bild gesprochen habe, waren alle anderen entsetzt...
DAS Erlebnis DAS Erlebnis schlecht hin... Auf dem Bett liege ich. Vor mir Kniet "er". Er zwang mich. Ich musste es tun. Ich bin aus mir gekrochen - schwebte als Engel über mir.. sah mich von oben leiden... Ja. Ich kroch aus meinem Körper, und doch spürte ich diese Schmerzen... Und ich musste alles mit ansehen - als Engel. Ich habe eine viertel Stunde gebraucht, um darüber zu sprechen. Keine wusste es bis zu dem Zeitpunkt. Ich saß auf meinem Stuhl, in Tränen aufgelöst. Ich schrie. So habe ich mich noch nie schreien hören. Ich habe gezittert, und die anderen mit mir. Bei dem einen oder anderen flossen Tränen. Auch sie haben Schmerzen dabei empfunden - doch nicht solch Starke wie ich.
Gefangen Irgendwann fühlte ich mich in der Klinik gefangen. Wollte raus. Raus in das pure Leben - zu meiner Familie, in meinen Beruf, zu meiner großen Liebe... Ich wollte frei sein.
Zerrissen Ich war zerrissen zwischen meinem Zuhause und Haus5 (die Klinik).
Der Telefongeist Der Telefongeist. Unten rechts bin ich geschützt durch eine Glocke. Ich wusste ja, dass mir nichts passieren konnte, aber die Angst war da. Ich habe lange Zeit Angst vorm Telefonieren gehabt... auch heute gehe ich selten ans Telefon, wenn "Unbekannter Anrufer" auf meinem Handy steht...
Ich bin OK. Ja, DAS ist nun das Bild über mich. Wie ich mich sehe... Links sehe ich mich als schöne Frau auf dem Laufsteg. Alle schauen mir zu, bewundern mich. ich bin beliebt - werde geliebt. Rechts mit einem Loch im Herzen, Steinen im Magen, den Tod in den Gedanken... auf der niedrigsten Stufe des Treppchens. Meine Narben am linken Arm mit einem Pfeil gekennzeichnet - ich hasse sie.

Auch jetzt beim beschreiben der Seite spüre ich ein Gefühl in mir, dass ich kaum  beschreiben kann. Es ist warm, denn es ist mein Leben und eine schöne Zeit in der Klinik gewesen. Diese Zeit war nicht einfach, aber ich bin froh da gewesen zu sein.