Exitus am Fluss

Die Strassen sind leer, kein Mensch unterwegens.
Ich suche nach Wärme - nach Lichtern, vergebens.
Es ist dunkel, auch der Mond scheint nich´
kein Stern in voller Pracht für mich.

Ich seh´ kein Leben weit und breit,
kein Mensch - kein Tier, das mich befreit.
Bin gefangen in dieser Welt.
Die Welt, regiert von Liebe und Geld.

hab Liebe gesucht und Hass gefunden.
Keine Million heilt meine Wunden.
Keine Frau und auch kein Mann,
mir jemals gefühlte Schmerzen nehmen kann.

Zärtlichkeit lässt mich nur hassen,
auch in Gesellschaft bin ich verlassen.
ist die Nähe noch so nah,
mein Lebensfluss wird nie mehr klar.

Kein Fisch mehr, der im Bächlein lebt,
kein Vogel mehr, der über ihm schwebt.
Der für Wesen schöne Raum,
existiert nur noch im Traum.

Noch einmal geh´ ich im steinigen Sand,
entgegen den Strom am Fluss entlang.
Bevor ich das giftige Wasser trinke
und lautlos in dem Tod versinke.

Schluck für Schluck, ich schmecke Blut.
Ganz schnell verschwindet meine Wut.
Ich seh´ verschwommen mein Spiegelbild.
der Gedanke an Leben mein Dasein killt.

Meine Augen schließen - Regentropfen.
Mein Herz hört auf im Takt zu klopfen.
Mein Leben sich dem Ende neigt.
Das Gift im Fluss zum Himmel steigt.

Die Vögel fangen an zu singen.
Man sieht Frösche auf Seerosen springen.
Nur mein eigener Exitus
bringt wieder Leben an den Fluss...