DVDs
(5 DVDs)

 

 

Hunger - Sehnsucht nach Liebe

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Kurzbeschreibung
Dem Anschein nach hat Laura (Catherine Fleming) alles erreicht, was sich ein Mensch um die 30 wünschen kann. Beruflich ist sie als Marketing-Chefin einer Spielzeugfirma ungeheuer erfolgreich, und mit Simon (Kai Wiesinger), einem Juwelier, der in seiner Freizeit als Graffiti-Künstler tätig ist, hat sie den idealen Freund gefunden. Doch die Fassade täuscht. Seit einem Kindheitstrauma leidet Laura an Bulemie, einer Sucht, die alles für sie zunichte machen könnte.

 

 

Diagnose Borderline

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Kurzbeschreibung
Ein Film vom medienprojekt wuppertal.

Borderline ist für die meisten Menschen ein diffuser Begriff, mit dem sie inhaltlich wenig verbinden können. Vielen Betroffenen ergeht es zunächst nicht anders, wenn sie mit der Diagnose Borderline konfrontiert werden. Meistens haben sie bereits eine Odyssee von Klinikaufenthalten, Therapeutenwechseln und unterschiedlichen Diagnosen hinter sich. Ist die Diagnose jedoch da, reagieren sie oft verwirrt und verunsichert: Borderline ­ was ist das überhaupt?

In diesem Videoprojekt versuchten vier betroffene junge Menschen eine subjektive Annäherung an dieses schwierige Thema. In Interviews erzählen sie ihre jeweilige Vorgeschichte und wie sie bemerkt haben, dass irgendetwas mit ihnen nicht stimmt. Sie berichten über die Situation, als sie mit der Diagnose Borderline konfrontiert wurden und wie sie versuchen, ihr Leben zu gestalten.

Da ist zunächst Ariane, eine essgestörte junge Frau, die erst vor kurzem erfahren hat, dass sie Borderlinerin ist und erst einmal herausfinden will, was damit überhaupt gemeint ist. Sie fühlt sich weitgehend allein gelassen und überfordert und weiß eigentlich nicht, was mit ihr los ist. Bodo hingegen ist schon einen Schritt weiter. Er weiß, dass seine Erkrankung mit einer frühkindlichen Traumatisierung, mit fehlender Liebe und sexuellem Missbrauch zu tun hat. Sein Blick ist jedoch nach jahrelangen existenziellen Krisen in die Zukunft gerichtet: Er will sein Leben aktiv gestalten, eine eigene Wohnung haben und arbeiten. Karins Biografie ist einerseits geprägt durch Alkoholexzesse und selbstverletzendes Verhalten, andererseits durch eine deutlich spürbare Gier nach Leben. Ihr Bericht ist die Geschichte einer jungen Frau, die es geschafft hat, trotz unvorstellbarer seelischer Leiden zu überleben. Inzwischen kann sie wieder einem anspruchsvollen Beruf nachgehen und lebt seit mehreren Jahren in einer festen Beziehung.

Sylvia scheint gerade den entscheidenden Schritt hin zu einer positiven Lebensperspektive geschafft zu haben. Nach Jahren voller Abstürze, falscher Freunde und Drogen hat sie einen therapeutischen Weg gefunden, Ruhe zu finden und sich ihrer schmerzvollen Vorgeschichte zu stellen. Ergänzt werde diese vier Berichte durch Basisinformationen zum Thema Borderline, die eine Einordnung der jeweiligen Geschichten ermöglichen. Zentral sind jedoch die subjektiven Schlaglichter. Diagnose: Borderline erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Vielmehr geht es darum, durch konkrete Geschichten Facetten einer grundlegenden psychischen Erkrankung nachvollziehbar zu machen.
 

 

Durchgeknallt
(FSK 12)

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Kurzbeschreibung
Verwirrt, unsicher, aufsässig - Susanna Kaysen (Winona Ryder) ist wie viele Teenager in den späten 60er Jahren. Doch mit einem halbherzigen Selbstmordversuch manövriert sie sich in eine dramatische Lage. Für Susannas konservative Eltern und ihren Doktor liegt die Sache klar: Susanna muss in eine geschlossene Anstalt, das berüchtigte Claymoore Hospital. Dort lernt sie Mädchen kennen, mit denen sich Susanna in ihrer hermetisch abgeriegelten Welt identifizieren kann - und die ihre besten Freundinnen werden. Nur sie können Susanna bei ihrer Suche nach dem längst verloren geglaubten Ich helfen. Aber sie sind auch ihre größte Bedrohung ...

 

 

Secretary
(FSK 16)

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Kurzbeschreibung (Text aus der TAZ)
Der Witz der devianten Praktik
Routine und Störung: Steven Shainbergs Film "Secretary" bringt Komödie und Sadomasochismus zusammen
Eigenartigerweise folgen die seelischen Leiden der Jugend einem kapitalistischen Marktgesetz: Sie kommen in Mode. Nach Magersucht und Bulimie ist das in den letzten Jahren die Selbstverletzung. Wie bei Kleider- und Frisurenfragen entwickeln besonders Frauen einen Hang zu solchen Diktaten. Und obwohl sie nicht gerade appetitlich sind, werden diese psychischen Störungen oft wie ein Hobby betrieben. Es sieht nach fast gelangweilter Routine aus, wenn Lee (Maggie Gyllenhaal) ihr handliches Schneideset auspackt, in dem Klingen, Desinfektionsmittel, Wattebausch und Pflaster so praktisch zusammengepackt sind, als könne man das Täschchen mit einem Etikett "Schmerzerleben" bei Woolworth kaufen. Und es ist dieser Zusammenklang von Routine und Störung, der den leicht grotesken Grundton von "Secretary" setzt. Lees Vater hilft sich mit regelmäßiger Hochdosierung von Alkohol, ihre Mutter damit, ihren gar nicht hilflosen Kindern ständig ihre Hilfe anzutragen. Die Vorliebe dafür, sich ins eigene Fleisch zu schneiden, erscheint hier nur als eine Praxis von vielen, mit der die Mittelschichtsfamilie ihre brüchige Normalität in Gang hält.

Was das depressive Innenleben angeht, ist Lee also eine erfahrene Frau; in der Außenwelt der Realität mit großem R mangelt es ihr dagegen an Wissen und Praxis. Gerade aus mehrmonatiger Kliniktherapie entlassen, sucht sie sich den ersten Job ihres Lebens. Da sie nicht viel mehr beherrscht als die elementaren Kulturtechniken Schreiben und Lesen, bewirbt sie sich als Sekretärin bei Rechtsanwalt Edward Grey (James Spader). Auch Grey hat gewisse Anpassungsprobleme von Innenleben und Realität, was schon die Tatsache verrät, dass in seinem Vorgarten ein "Sekretärin gesucht"-Schild hängt wie anderswo der Hinweis "Zimmer frei". Mit Begeisterung stimmt Lee seiner Frage zu, ob sie bereit sei, ungeheuer langweilige Arbeit zu verrichten. So lassen sich zwei Zwangscharaktere aufeinander ein.

Auch Sadomasochismus ist eine Art Modepraxis geworden. Im Fernsehen wird man immer öfter mit Menschen konfrontiert, die darauf bestehen, SM "ganz normal" zu finden. Steven Shainbergs Film "Secretary" führt vor, was daran so schräg ist. Für seine Hauptfiguren ist das sadomasochistische Verhältnis, das sie eingehen, alles andere als "normal", es ist ein zuerst verstörendes, dann geheimes und immer besonderes Band zwischen ihnen, das Gegenteil von Normalität. Mit einer durchaus irritierenden Mischung aus Einfühlung und humoristischer Distanz wirft der Film einen unerschrockenen und - wichtiger noch - nicht blasierten Blick darauf, wie zwei Menschen zusammenfinden in sich gegenseitig ergänzenden Bedürfnissen. Angenehmerweise konzentriert er sich dabei nicht auf den Schauwert der Unterwerfungsrituale, sondern auf die Liebesgeschichte, auf das, was Lee und Edward davon haben.

Tatsächlich gleichen die paradoxen Wirkungsweisen devianter Praktiken oft einem Witz: Die Weigerung, Schmerz zuzufügen, kann die größere Qual bedeuten. Mit Genuss unterwirft sich Lee den absurden Anweisungen Greys, was es ihr auf einmal möglich macht, auch seinen "sinnvollen" Forderungen zu folgen: sich der Überfürsorglichkeit der Mutter zu entziehen und sich nicht mehr selbst zu verletzen. Lee entdeckt ihre Lust an der Hingabe und gewinnt daraus ein ihr bislang unbekanntes Selbstbewusstsein, aus dem sie wiederum die Kraft schöpft, nun ihrerseits den im Selbstekel befangenen Grey zu "erlösen".

Nicht alles, was im Film geschieht, mag man als "Realität" akzeptieren. So präzise die Schilderung des von Neurosen geschwängerten Mittelstands ist, so spielerisch lässt der Film die Grenze zur Fantasie zwischen Wunsch und Wirklichkeit offen.
 

 

Die Klavierspielerin
(FSK 16)

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Kurzbeschreibung (von wikipedia)
Hauptperson des Romans ist Erika Kohut, eine Klavierlehrerin am Wiener Konservatorium. Erika ist Ende Dreißig, lebt aber noch immer mit ihrer Mutter zusammen in einer Wohnung und teilt sich mit dieser seit dem Tod des demenzkranken Vaters sogar das Ehebett. In dieser engen Umklammerung untersteht Erika fast vollständig der mütterlichen Kontrolle. Schon als Kind wurde Erika von ihrer Mutter zur Klavierspielerin dressiert, scheiterte aber an einer Karriere als Solistin und nahm eine Professur am Konservatorium an. Für die im Ruhestand befindliche Mutter ist Erikas Geld die Hoffnung auf den baldigen Erwerb einer Eigentumswohnung, in der sie wieder zusammen mit ihrer Tochter wohnen kann. Die Mutter betrachtet Erika als ihr Eigentum und duldet kaum gesellschaftliche Kontakte, insbesondere nicht mit Männern.

In dieser bedrückenden Umarmung der Mutter stirbt die Tochter seelisch ab, sie „spürt nichts und hat nie etwas gespürt“. Auch die Musik, die für die Mutter den „Börsenwert“ der Tochter erhöhen sollte, wird Erika zur bedrückenden Last. Daher flüchtet sich Erika in Autoaggression – „Ihr Hobby ist das Schneiden am eigenen Körper“ – und in den Voyeurismus. Doch auch der Besuch von Peepshows und das Beobachten von Fremden beim Geschlechtsverkehr in Wiener Parks verschaffen Erika keine Befriedigung.

Als einer von Erikas Klavierschülern, der engagierte Sportler und Technikstudent Walter Klemmer, sich entschließt, den Körper der Lehrerin für sich zu erobern, sieht Erika darin eine Möglichkeit, ihre sexuellen und sadomasochistischen Gefühle endlich ausleben zu können. In einem Brief teilt sie Klemmer Anleitungen für den Umgang mit ihr mit und erzählt ihre masochistischen Phantasien, die sie in Wahrheit aber nie ausleben will. Klemmer ist zunächst vom Brief schockiert, fühlt sich dann aber vom Ehrgeiz ergriffen und in seiner natürlichen Brutalität angesprochen. In einer Überreaktion schlägt, tritt und vergewaltigt Klemmer schließlich Erika: „Er beweist der Frau unter Tritten die einfache Gleichung ich bin ich.“

Geschunden und misshandelt macht sich Erika zwar mit einem Messer auf, um an Walter Klemmer Rache zu nehmen. Als sie ihn sieht, sticht sie sich jedoch selbst in die Brust und kehrt Heim. Ob sie dabei stirbt, bleibt offen.